Am Mittwoch nach Altona

VfB-Gegner steckt tief im Abstiegskampf

Artikel vom 13. April 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Als im Sommer des vergangenen Jahres der Aufstieg von Altona 93 feststand, haben nicht nur die Herzen von Fußball-Romantikern höhergeschlagen. Der Kultclub aus Hamburg galt schon vor dem ersten Anpfiff als Bereicherung der Regionalliga-Nord, nicht zuletzt auch, weil der AFC zu seinen Heimspielen in der traditionsreichen Adolf-Jäger-Kampfbahn durchschnittlich fast 2.400 Fans begrüßt. Doch die Freude ist mittlerweile geschwunden, an der Griegstraße wird um den Klassenerhalt gezittert. Entsprechend hoch ist der Druck vor dem Gastspiel des VfB Oldenburg, das am Mittwochabend, um 19 Uhr angepfiffen wird.

    Zwar hat das Tabellenschlusslicht noch immer weniger Spiele ausgetragen als die Konkurrenz im Tabellenkeller, doch der letzte Sieg liegt auch schon einige Zeit zurück. Zuletzt hat der AFC vier Spiele in Serie verloren, so dass die Verantwortlichen sich sogar zu der schweren Entscheidung durchgerungen und den Trainer gewechselt haben. Vor dem Spiel beim FSV Schöningen wurde Andreas Bergmann freigestellt. Fortan sollen Olaf Rosenthal und Ex-Profi Andre Trulsen die Mannschaft zum Klassenerhalt führen.

    In Schöningen blieb der erhoffte Effekt aus. Zwar erspielte sich Altona eine zwischenzeitliche 2:1-Führung, doch im Duell der Aufsteiger jubelten am Ende die Gastgeber über einen 3:2-Sieg. Der VfB ist gleichwohl gut beraten, die Hamburger nicht am Tabellenbild oder den letzten Ergebnissen zu messen. Gerade zuhause kann Altona jeden Gegner vor Probleme stellen, wie etwa auch Tabellenführer SV Meppen schon erfahren musste, der hier zu einem mühevollen 4:4 gekommen ist.

    An Einsatz und Kampfgeist mangelt es dem Aufsteiger nicht. Vielmehr offenbart der AFC immer wieder defensive Schwächen. Lediglich beim 3:0 über den HSC Hannover gelang ein „zu Null“. Es war zugleich der letzte Sieg. In den folgenden zwölf Spielen gelang den Hamburgern kein Dreier.

    Offensiv dagegen kann der AFC durchaus viel Druck entwickeln, was durchaus auch mit dem im Winter verpflichteten Moritz Göttel zu tun hat. Der Routinier erzielte bereits fünf Tore und hat dazu beigetragen, dass sich die Defensive des Gegners nicht mehr nur auf Rasmus Tobinski konzentrieren muss. Bester Torschütze im rot-weiß-schwarzen Ringeltrikot ist allerdings kein Angreifer, sondern Spielmacher Gianluca Przondziono, der bereits elf Saisontore erzielt hat.

    Darüber hinaus stellt die Aufstellung der Stadtteilkicker oft auch eine Überraschung für den Gegner dar. Immerhin 29 Spieler wurden in dieser Saison schon eingesetzt. Die Fluktuation hat allerdings immer auch mit Verletzungen zu tun. Im Spiel gegen Hannover 96 II hat sich Stammtorhüter Dennis Lohmann eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Er wird seitdem von Nikolas Wolf vertreten.

    Der VfB muss sich darauf einstellen, dass die Gastgeber alles tun werden, um ihre Negativserie zu beenden und vor dem wichtigen Spiel gegen Blau Weiß Lohne, das am Samstag stattfinden wird, nochmal Selbstvertrauen zu tanken.

    Rafael Brand kann seinem VfB am Mittwochabend nicht helfen. Er ist nach seiner fünften gelben Karte gesperrt. Linus Schäfer fehlt verletzt, dafür kehr Aurel Loubongo nach seiner Rot-Sperre in den Kader zurück.

    Kurz & knapp:

    • Angepfiffen wird am Mittwochabend um 19 Uhr, Stadionöffnung 18 Uhr
    • Der Gäste-Eingang befindet sich in der Grünebergstraße
    • Tickets kosten 10 Euro (Stehplatz, ermäßigt 8 Euro)
    • Die Wetterprognose ist gut, es soll trocken bleiben und bis zu 14 Grad warm werden.
    • Schiedsrichter ist Paul Jasper Albrecht, ihm assistieren Jan Mika Kröhnert und Jannnik Romahn
    • Alle Infos für VfB-Fans gibt es hier: https://www.vfb-oldenburg.de/auswaertsinformationen