Am Freitag in Hannover

VfB Oldenburg vor schwerer Auswärtsaufgabe

Artikel vom 18. März 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Die nächste Aufgabe des VfB Oldenburg ist eine überaus anspruchsvolle. Am Freitagabend, um 18:30 Uhr spielen die Blauen beim formstarken Profinachwuchs Hannover 96 II. Die Gastgeber sind mit sieben Punkten aus drei Spielen hervorragend in den zweiten Saisonabschnitt gestartet, dennoch dürfen die Oldenburger zuversichtlich sein.

    Dem Drittliga-Absteiger ist es gelungen, die gute Form mit ins Jahr 2026 zu nehmen. Nach zuvor vier Niederlagen hintereinander haben die Hannoveraner mittlerweile sechs Spiele in Folge nicht mehr verloren und zuletzt sogar zweimal zu Null gewonnen. Die Statistik macht deutlich, was Hannover so stark macht. Die Mannschaft ist spielerisch und taktisch gut ausgebildet und schwer auszurechnen. 42 erzielte Treffer verteilen sich auf 18 verschieden Torschützen.

    Trainer Daniel Stendel, der den Hannoveraner Nachwuchs bereits seit 2022 anleitet, setzt in Heimspielen meist auf ein 4-4-2-System. Im Tor ist Jonas Schwanke gesetzt. Zentral verteidigen meist Tim Walbrecht und Ilias Ebnoutalib, links ist Manuel Baum erste Wahl, rechts kam zuletzt Mark Gevorgyan zum Einsatz. Auf der Doppelsechs bekamen Noah Engelbreth und Tim Antonius Laurent van den Heuvel das Vertrauen des Trainers, der auf den Außenbahnen Mustafa Abdullatif und Montell Ndikom einsetzt. Spielen die Hannoveraner mit zwei Spitzen sind es meist Merlin Sinanovic und Tim Hobrecht, der beim 4:0-Sieg in Jeddeloh alle vier Treffer erzielt hat.

    Schon im Hinspiel zeigten die Jungprofis, wie gut sie kicken können. Der VfB konnte es beim seinerzeitigen 4:2-Sieg aber noch ein wenig besser. Überhaupt liegt die Bundesliga-Zweitvertretung den Blauen, wie die Bilanz zeigt. Keines der sieben Spiele seit 2019 haben die Oldenburger verloren, aber immerhin fünfmal gewonnen.

    Freuen darf sich die Mannschaft von Dario Fossi auf einen neuen Rasen, der im Eilenriedestadion verlegt worden ist. Zuletzt war das Grün im Stadion der Zweivertretung, in dem auch der TSV Havelse seine Drittliga-Heimspiele austrägt, arg ramponiert und wurde  deshalb vor gut eineinhalb Wochen ausgetauscht. „Ich denke, das kommt beiden Mannschaften entgegen. Hannover ist spielerisch eine der besten Mannschaften der Liga und wir wollen auch immer Fußball spielen, das ist auf einem guten Platz natürlich einfacher“, sagt VfB-Trainer Dario Fossi.

    Offen bleibt derzeit noch, ob und auf welchen Positionen er im Vergleich zum 1:1 gegen Blau Weiß Lohne personelle Änderungen vornehmen wird. Aktuell stehen bis auf Patrick Möschl alle Spieler im Training. Gemessen an herausgespielten Torchancen hat der VfB in den ersten Spielen überzeugt. Allein im Abschluss fehlte die Effektivität.

    In Hannover wird es deshalb darauf ankommen, dass die Blauen mehr aus ihren Chancen machen und dabei die defensive Stabilität nicht vernachlässigen. Wie im Hinspiel muss es dem VfB gelingen, der relativ jungen Mannschaft des Zweitligisten erneut die Spielfreude zu nehmen. 

    Da zeitgleich das Derby der Zweitligamannschaften von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig stattfindet, ist nicht unbedingt zu erwarten, dass es viele personelle Verstärkungen aus dem Profikader geben wird. Auch darüber hinaus wird die Mannschaft anders aufgestellt sein als im Hinspiel. Der seinerzeit starke Joseph Ganda hat in den vergangenen Wochen nicht gespielt, auch Jeremie Niklaus, lange Stammspieler, fehlt seit geraumer Zeit. Stürmer Sean Busch wurde zudem im Januar an den FC Homburg abgegeben, Keanu Brandt wechselte zum Landesligisten Newroz Hildesheim. 

    Während der VfB auswärts noch ungeschlagen ist, nimmt sich die Heimbilanz der Gastgeber durchschnittlich aus. Fünf von 12 Spielen hat 96 gewonnen, dreimal wurden die Punkte geteilt, vier Spiele hat die Mannschaft von Daniel Stendel im eigenen Stadion verloren. Mit der Unterstützung seiner Fans möchte der VfB diese Bilanz gerne noch ausbauen.

    Kompakt:

    Schiedsrichter ist am Freitagabend Lennart Wolff. Ihm assistieren Jan-Lukas Meyer und Jens Eisenbach.

    Das Eilenriedestadion öffnet um 17:30 Uhr. VfB-Fans steht er Bereich Block 01 zur Verfügung. Der Eintrittspreis beträgt 8 Euro für den Stehplatz (ermäßigt 6 Euro). Sitzplätze kosten 10 Euro (8 Euro).

    ACHTUNG: Eintrittskarten müssen online gekauft werden. Es gibt keine Tageskasse. Tickets gibt es hier: https://www.ticket-onlineshop.com/ols/h96/de/u23/channel/shop/areaplan/venue/event/618194

    Der Wetterprognose zufolge soll es am frühen Abend bis zu 9 Grad warm und trocken sein.

    Der VfB wünscht allen Fans eine gute Anreise.