Kleines Derby am Freitagabend

VfB Oldenburg erwartet Blau Weiß Lohne
Artikel vom 12. März 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
Oldenburg/fs. Ein Nachbarschaftsduell zum Heimspiel-Auftakt im Jahr 2026. Am Freitag, 13. März, um 18:30 Uhr geht es im Marschwegstadion um viel. Während der VfB Oldenburg mit einem Sieg die aktuell gute Form nachhaltig bestätigen will, brauchen die Gäste vom TuS Blau Weiß Lohne im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler. Dabei bauen sie vor allem auf defensive Stabilität.
Tabellenplatz 16, 19 Punkte, Abstiegsgefahr. Die Saison ist bislang nicht so verlaufen, wie die Verantwortlichen vom TuS Blau Weiß Lohne sich das erhofft hatten. Die Süd-Oldenburger kämpfen um den Klassenerhalt. Nicht nur deshalb wartet auf den VfB Oldenburg eine anspruchsvolle Aufgabe. Das fußballerische Potenzial der Lohner ist groß, die Mannschaft durchaus erfahren aufgestellt, doch von Anfang an war der „Wurm drin“ und der DFB-Pokalteilnehmer fand sich überraschend in einer Negativspirale wieder und steckt seitdem im Tabellenkeller fest.
Im Oktober zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Uwe Möhrle, mehr als 1.000 Tage an der Seitenlinie verantwortlich, wurde freigestellt und durch einen überaus erfahrenen Fußballlehrer ersetzt, der den Club und die Region bestens kennt. Christian Neidhart soll die Lohner zum Klassenerhalt führen. Der 57-Jährige bringt einen riesigen Erfahrungsschatz mit, denn der ehemalige Profifußballer, der auch schon für den VfB Oldenburg gespielt hat, war als Trainer unter anderem beim SV Meppen erfolgreich, arbeitete bei Rot Weiß Essen, Waldhof Mannheim und zuletzt bei den Offenbacher Kickers, ehe es ihn jetzt zurück in den Norden gezogen hat.
Seine Handschrift war schnell zu erkennen. Unter Neidhart haben die Lohner vor allem an defensiver Stabilität hinzugewonnen, wenngleich die Mannschaft nach wie vor Konstanz vermissen lässt. Zwei Siegen beim HSC Hannover und gegen Phönix Lübeck folgten drei Niederlagen. Doch die letzten Ergebnisse dürften den Fans Mut gemacht haben. Beim FC St. Pauli II gerieten die Lohner nach einer roten Karte gegen Torhüter Marko Dedovic früh in Unterzahl, holten mit einem 1:1 aber einen Punkt und den gab es auch durch ein 0:0 gegen Werder Bremen II.
Auf eine kompakte Abwehr könnten die Lohner auch im Marschwegstadion setzen, um dann durch überallartige Konter für Gefahr zu sorgen. Zwar ist mit Johannes Sabah ein Innenverteidiger gesperrt, doch mit Torben Rehfeldt, Kai Westerhoff oder Laurenz Pölking steht erfahrener Ersatz bereit. Im Mittelfeld könnten Niklas Tepe, Jakub Westendorf und Rilind Neziri das Zentrum bilden. Für offensive Kreativität ist vor allem Pelle Hoppe zuständig, der mit sechs Treffern aktuell auch die interne Torschützenliste anführt.
Als zentrale Spitze war zuletzt Jannik Zahmel gefragt, aber auch der langjährige VfB-Kapitän könnte an alter Wirkungsstätte auflaufen und im großgewachsenen Felix Schmiederer steht ein weiterer Stürmer im Kader, der in Oldenburg schon getroffen hat.
Der VfB wird sich auf einen kampfstarken Gegner einstellen müssen, der alles tun wird, um im Kampf um den Klassenerhalt mindestens einen Punkt mitzunehmen. Der Blick aufs Hinspiel, ein klarer 3:0-Erfolg durch Tore von Linus Schäfer (2, Foto) und Ermal Pepshi, sollte dem Oldenburger Selbstvertrauen aber ebenso gut tun, wie die aktuelle Form. In Hannover überzeugte die Mannschaft von Trainer Dario Fossi über 90 Minuten mit einer spielstarken und einsatzfreudigen Leistung.
Der HSC kam überhaupt nicht zur Entfaltung, wurde fast dauerhaft in der eigenen Hälfte eingeschnürt und hatte am Ende Glück, nicht deutlich höher verloren zu haben, weil der VfB nicht nur weitere Möglichkeiten ausgelassen, sondern auch Latte und Pfosten getroffen hatte.
Erfreulich ist zudem, dass Nico Mai in den Kader zurückkehren könnte. Dank einer Maske, die VfB-Partner „Sanitätshaus & Orthopädietechnik Vienup“ innerhalb weniger Tage angefertigt hat, steht er bereits wieder im Training. „Ich habe keine Probleme mehr“, freut sich der Maskenmann, der sich im Testspiel gegen Kickers Emden eine Fraktur an der Nasenwurzel zugezogen hatte.
Kurz und knapp:
- Schiedsrichter ist Gerhard Alexander Ludolph, ihm assistieren Thomas Bauer und Florian Schwarze
- Die Wetterprognose: Etwas Nieselregen, es wird bis zu 11 Grad warm
- Der VfB hat im Vorverkauf bereits über 2.400 Karten abgesetzt
- Die Stadiontore und -kassen öffnen um 17 Uhr
- Der VfB richtet eine Sonderkasse ein (Haupteingang rechte Seite), an der ausschließlich Tickets für das Halbfinale im Landespokal gekauft werden. Am Samstag, 4. April, um 18 Uhr trifft der VfB Oldenburg im Marschwegstadion auf die SV Drochtersen/Assel
