VfB gewinnt Spitzenspiel

Freitag, 10. April 2026 · 19:00 UhrRegionalliga Nord, 29. Spieltag

Schiedsrichter: Björn BehrensLinienrichter: Felix Mutz, Leo Hackmann

Zuschauer: 1.531

90

Oldenburger siegen in Drochtersen 3:1Oldenburger siegen in Drochtersen 3:1

Spielbericht vom 11. April 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Drochtersen/fs. Dem VfB Oldenburg ist die Revanche geglückt. Sechs Tage nach der Niederlage im Landespokal-Halbfinale gegen die SV Drochtersen/Assel feierten die Blauen einen hochverdienten 3:1-Sieg im Kehdinger Land. Vor 1.531 Zuschauerinnen und Zuschauern zeigten die Oldenburger in diesem Spitzenspiel eine konzentrierte und engagierte Leistung und belohnten sich mit drei Treffern nach der Halbzeitpause.

    Trainer Dario Fossi hatte seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche auf drei Positionen verändert. Nico Knystock, Nick Otto und Vjekoslav Taritsas durften beginnen. Nico Mai und Leon Deichmann nahmen auf der Bank Platz. Linus Schäfer fehlte verletzt und wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

    Auf einem schwierigen Untergrund entwickelte sich ein Spiel, das zu Beginn von viel Respekt geprägt war. Dennoch hatten die Oldenburger, analog zum Pokalspiel, die erste Chance. Wieder war es Torhüter Patrick Siefkes, der seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte, nachdem Veki Taritas zum Kopfball angesetzt hatte (4. Spielminute).

    Auf der anderen Seite kam Dennis Rosin zum Abschluss und diesmal hatte der VfB Glück, denn der Ball touchierte die Latte (9.). Von Beginn an wurde allerdings auch klar, dass der Austausch von Freundlichkeiten an diesem Abend Pause haben würde, denn die Einsatzfreude passte sich dem rustikalen Geläuf an. Mit Folgen, denn Matti Cebulla wurde für ein derbes Einsteigen schon nach 14 Minuten von Schiedsrichter Björn Behrens mit der gelben Karte abgestraft.

    Drei Minuten später steckte Veki Taritas den Ball passgenau auf Drilon Demaj durch, doch wieder war Siefkes zur Stelle. Auch die nächste Szene gehörte dem VfB. Der agile Nico Knystock hatte von links ins Zentrum gepasst, Mats Facklam direkt abgezogen, aber knapp über das Tor gezielt (22.).

    Der VfB war gut drin im Spiel und kam Mitte der ersten Halbzeit zu einer echten Druckphase. Nach drei Ecken in Folge kam Drilon Demaj zum Kopfball und hatte Pech, denn er traf die Latte (38.). Es sollte der letzte gefährliche Abschluss in der ersten Halbzeit gewesen sein, nicht jedoch der letzte Höhepunkt in einem nach der Pause hart umkämpften Spiel.

    Wieder kamen die Blauen besser rein und durch Marc Schröder direkt zur ersten Torchance (46.). Kurz darauf war der Kick für Cebulla vorbei. Der Linksverteidiger hatte erneut zu viel Einsatzfreude gezeigt, den starken Ngufor Anubodem von den Beinen geholt, so dass Schiedsrichter Björn Behrens ihn daraufhin mit der zweiten gelben Karte bedachte.

    In Überzahl erhöhte der VfB den Druck, Drochtersen zog sich weit zurück, vor allem darauf bedacht, über Konter Gefahr zu entwickeln. Das gelang an diesem Abend allerdings kaum, auch weil die Oldenburger sehr aufmerksam verteidigten.

    Das Mehr an Ballbesitz und offensiven Aktionen sollte sich dann auch endlich im Ergebnis zeigen. In der 67. Minute brachte Julian Boccaccio den Ball nach Innen und Matti Steinmann verlängerte das Spielgerät ins eigene Tor.

    Drochtersen reagierte mit einem Doppelwechsel, Miguel Fernandes und Justin Plautz kamen für Nikola Serra und Haris Hyseni ins Spiel (71.). Die Wechselwirkung verpuffte allerdings unmittelbar, denn der VfB schlug erneut zu. Nico Knystock hatte Rafael Brand mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und dessen perfektes Zuspiel garnierte Mats Facklam mit dem 0:2 (74.).

    Für den Torjäger des VfB war dann Schluss. Moses Otuali kam ins Spiel und Facklam war noch dabei, die Mitspieler abzuklatschen, da schlug sein Vertreter zu. Drochtersen hatte angestoßen, der Ball kam zu Ngufor Anubodem, sein Pass wurde von Rafael Brand in den Lauf von Moses Otuali verlängert und genau 16 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielte er das 0:3 (76.).

    Das Spiel war entschieden, der Anschlusstreffer durch Tjorve Nils Mohr nach einer Ecke kam zu spät (89.), um den verdienten Erfolg des VfB noch zu gefährden.