VfB III triumphiert im Kreispokal

Piranhas mit drei Mannschaften in der Endrunde

Artikel vom 17. Dezember 2025

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    Oldenburg/fs. Die Piranhas des VfB Oldenburg haben sich kurz vor Weihnachten selbst ein großes Geschenk gemacht. Mit insgesamt drei Mannschaften waren die Tischtennisspieler der Blauen bei der Endrunde des diesjährigen Kreispokals vertreten und am Ende eines spannenden Spiels durfte die „Dritte“ (im Bild von links Arne Lashlee, Andre Meyer und Michael Scholz) den Pott mit nach Hause nehmen.

    Kreispokal C: Im Halbfinale hatte es die erste Mannschaft des VfB mit einem dicken Brocken zu tun, den Orcas, einer Spielgemeinschaft von Blau Weiß Bümmerstede und Schwarz Weiß Oldenburg. Hans-Malte Hanne sorgte zum Auftakt mit einem souveränen 3:0-Satz-Sieg (11:1,  11:3, 11:3) gegen Dennis Röseler zwar für die Führung, anschließend sollte sich das Spielglück allerdings einmischen und vor allem Christian Reißel ignorieren.

    Der Noppenkünstler der Raubfische holte sich zwar die ersten beiden Sätze, dann allerdings wurde es spannend und eng. Gleich zweimal setzte sich Joe Brouwer mit 11:9 durch und konnte dann auch den fünften Satz für sich verbuchen. Weil Alex Steiner gegen Stefan Nußbicker ohne Chance war, hieß es 2:1 für die Orcas, die durch einen knappen 3:2-Doppelsieg von Nußbicker/Brouwer gegen Hanne/Reißel auf 3:1 erhöhten.

    Der VfB gab sich aber nicht geschlagen. Hanne verkürzte gegen Brouwer auf 2:3 und Steiner sorgte durch ein 3:1 über Röseler für den Ausgleich. Die Entscheidung musste im letzten Einzel zwischen Reißel und Nußbicker fallen. Satz eins ging mit 11:9 an den Orca, dann allerdings kam Reißel immer besser ins Spiel, holte sich die Sätze zwei und drei mit 11:4 und 11:8. Der Finaleinzug war greifbar, doch das Glück an diesem Nachmittag nicht auf Seiten des VfBers, der am Ende denkbar knapp mit 2:3 unterlag. Wie eng es war, verdeutlich ein Blick auf die Zahlen, denn der VfB machte mehr Punkte (256:245), holte mehr Sätze (15:14), aber am Ende hieß es 4:3 für die Orcas, die im Finale dann allerdings mit 2:4 gegen Fortuna Oldenburg 25 unterlagen.

    Kreispokal D: Als krasser Außenseiter gingen die Piranhas der zweiten Mannschaft ins Spiel gegen Fortuna Oldenburg 25 V, nachdem sie zuvor im Halbfinale überraschend deutlich die sechste Mannschaft des Lokalrivalen aus dem Wettbewerb geworfen hatten.

    Diesmal allerdings sollte die Überraschung ausbleiben, obwohl Gunnar Kieck auf Seiten des VfB seine starke Form aus den Punktspielen auch mit nach Wahnbek gebracht hatte. Im Spiel gegen Thies Dethlefs brillierte er einmal mehr nicht nur mit seinen harten Vor- und Rückhandschlägen, sondern auch mit Nervenstärke und brachte den VfB durch einen 3:1-Sieg in Führung.

    Der gesundheitlich angeschlagene Lorenz Nancken zeigte gegen Noppenkünstler Malte Schweers ein starkes Spiel, holte sich zwei Sätze jeweils mit 12:10, zollte am Ende allerdings der fehlenden Kraft Tribut und unterlag im Fünften knapp. Fabian Speckmann war derweil gegen Hilko des Vries ohne Chance, 2:1 für die Fortuna.

    Für die Vorentscheidung sorgte der Favorit dann durch einen klaren Erfolg im Doppel. De Vries und Dethlefs setzten sich gegen Nancken und Kieck in drei umkämpften Sätzen durch und weil Nancken im Anschluss gegen Dethlefs schlicht „platt“ war, durften die Fortunen sich über den Einzug ins Finale freuen. Hier allerdings setzte sich der SV Ofenerdiek um den überragenden Fritz Janßen mit 4:3 durch. Der Routinier holte nicht nur zwei Punkte im Einzel, sondern siegte an der Seite von Holger Mükner auch im Doppel gegen de Vries und Dethlefs.

    Kreispokal E: Der Turniersamstag begann für die dritte Mannschaft des VfB mit einer Enttäuschung. Da hatten die Piranhas ihre Zähne extra geschärft und waren hochmotiviert aufgelaufen, als es hieß, sie dürften sich bereits zum Einzug ins Finale gratulieren. Der Gegner vom Hundsmühler TV war nicht angetreten. Ein Ärgernis für die Blauen, denn Andre Meyer, Arne Lashlee und Michael Scholz hatten jetzt viel Wartezeit zu überbrücken und angesichts der zahlreichen anderen Spiele auch keine Möglichkeit, selbst gegen den Ball zu schlagen. Immerhin, sie konnte sich das zweite Halbfinale zwischen dem TuS Wahnbek und dem TTC Oldenburg anschauen und natürlich auch die anderen Mannschaften des VfB unterstützen.

    Erst am späten Nachmittag sollte das Spiel gegen Wahnbek beginnen und die Oldenburger legten in Person von Andre Meyer gut los. Der Linkshänder des VfB überzeugte gegen Christian Steffens mit viel Ballgefühl und ließ sich auch durch zwei knappe Satzniederlagen nicht aus dem Konzept bringen. Am Ende hieß es 3:2 für Meyer und damit 1:0 für den VfB. Sollte hier der Grundstein für einen Pokalsieg gelegt worden sein?

    Am Nebentisch wurde es emotional. Arne Lashlee hatte den ersten Satz gegen Uwe  Küpker deutlich verloren, kämpfte sich aber in seiner unnachahmlichen Art zurück ins Spiel und konnte nervenstark zum 1:1 ausgleichen. Fortan allerdings dominierte Küpker das Spiel und feierte gegen den Meister der Selbstmotivation am Ende einen 3:1-Sieg.

    Ganz bitter verliefen die ersten zwei Sätze im Spiel zwischen Michael Scholz und Timo Brockmann. Zweimal sah „Scholzinger“ schon wie der sichere Sieger aus, doch Brockmann kam zurück und setzte sich mit 16:14 und 11:9 durch. Im dritten Satz wollte Scholz dann zuviel und unterlag 7:11. Ernüchterung auf Seiten des VfB, der anschließend auch das Doppel nicht für sich entscheiden konnte. Meyer und Lashlee unterlagen Brockmann und Küpker mit 1:3. Nur ein Punkt fehlte den Ammerländern jetzt noch zum Pokalsieg.

    Doch die Gastgeber hatten nicht auf der Rechnung, dass diese Piranhas weiter Biss zeigen würden. Andre Meyer, einmal mehr in Topform, setzte sich mit 3:1 gegen Uwe Küpker durch und verkürzte auf 2:3. Am Nebentisch begeisterte Michael Scholz mit perfekten Topspins und Nervenstärke gegen Christian Steffens, 11:9, 11:6 und 12:10. Der Ausgleich. Jetzt musste das letzte Einzel zwischen Arne Lashlee und Timo Brockmann entscheiden.

    Es sollte ein Duell werden, bei dem die zwei Protagonisten keinerlei Rücksicht auf die Nerven der Fans nahmen. Der Piranha zeigte von Beginn an Biss, holte sich den ersten Satz mit 11:5. Würde das ein klares Ding? Nein, Timo Brockmann zeigte Nehmerqualitäten, steigerte sich und konnte durch ein 11:9 in Satz zwei ausgleichen. Alles war wieder offen.

    Wirklich absetzen konnte sich weder Lashlee, noch sein Gegenüber, so dass Satz drei in die Verlängerung ging, mit dem besseren Ende für den blau-weißen Modellathleten. Ein Satz musste noch her, dann wäre der Triumph perfekt und die Spannung stieg. Gebannt verfolgten die Fans den Schlagabtausch am Tisch und sahen einen Piranha, der nicht nur die hohe Kunst der Selbstmotivation demonstrierte, sondern auch viel Ruhe ausstrahlte und schließlich zwei Matchbälle hatte. 10:8, nur ein Punkt fehlte noch zum Sieg, doch wieder schlug Brockmann nervenstark zurück, 10:10 und der Wahnbeker hatte jetzt Aufschlag. Doch Lashlee war zur Stelle und sorgte mit seinem Schupf dafür, dass Brockmann einen Rückhand-Topspin über den Tisch setzte. Sekunden später gab es dann kein Halten mehr. Brockmann hatte erneut angegriffen und wurde von Lashlee ausgeblockt, 12:10, der Sieg und damit der Pokalgewinn für die Piranhas, war perfekt. Der Rest ging im Jubel der VfBer unter, die sich jetzt auf die Teilnahme am Bezirkspokal freuen.