VfB-Piranhas kämpfen sich in Endrunde

Oldenburger feiern Sieg im Pokal-Viertelfinale
Artikel vom 21. März 2026
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Oldenburg/fs. Was für Tag im „Teich“. Die Tischtennisspieler der VfB-Piranhas haben die Pokal-Endrunde erreicht. Im Viertelfinale besiegte die dritte Mannschaft der „Raubfische“ den TTV Cloppenburg V mit 4:3. Arne Lashlee war, wie schon beim Kreispokalsieg, der Matchwinner für die Gastgeber, die als leichter Außenseiter ins Spiel gegangen waren.
In der Summe der Ranglistenpunkte hatten die Gäste an diesem Samstagnachmittag einen leichten Vorteil (4.012 zu 3.976) und auch nach dem Spiel hätte man mit einem Blick auf die Statistik meinen können, die Cloppenburger würden zur Endrunde nach Damme fahren. In den sieben Spielen hatten sie mehr Sätze gewonnen (15:14) und auch mehr Bälle erspielt (280:277), doch vier der sieben Vergleiche hatte der VfB für sich entschieden.
Dass es spannend werden könnte, deutete sich früh an. Michael Scholz setzte sich gegen Andreas Hippler mit 3:1 durch. Dabei brillierte der Oldenburger immer wieder mit gefühlvollen und perfekt platzieren Top-Spins, gegen die Hippler kein Mittel fand.
Deutlich enger ging es am Nebentisch zu. Arne Lashlee, der Erfinder der Eigenmotivation, lieferte sich mit Eric Klaus ein Schupfduell der Extraklasse. Dabei gelang es dem Raubfisch sein Spiel durchzudrücken. Klaus, sonst eher offensiv ausgerichtet, kam kaum einmal dazu, Angriffsbälle zu spielen. Mit 11:9 und 11:9 konnte Lashlee die ersten Sätze für sich entscheiden, Satz drei allerdings holte sich sein Gegner mit 13:11. Beide Protagonisten wurden von den Fans angefeuert und es blieb spannend. Weder Lashlee, noch Klaus konnten sich entscheidend absetzen und am Ende gelang es dem Oldenburger, seinen Gegner zu entscheidenden Fehlern zu zwingen, 13:11 und damit 2:0 für den VfB.
Deutlich spinniger war der Wettstreit zwischen Andre Meyer und Carsten Schnieders. Dem Piranha klebte dabei eins ums andere Mal das Pech an den Flossen, so dass die Nummer drei des TTVC sich die Sätze eins und zwei mit 11:9 und 11:6 holen konnte. Aufgeben war an diesem Nachmittag allerdings kein Thema. Meyer kämpfte, egalisierte im dritten Durchgang ein 8:10, hatte anschließend sogar einen Satzball, doch am Ende zeigte sich Schnieders unbeeindruckt und gewann den dritten Satz mit 13:11.
Im Ergebnis hieß es vor dem Doppel also 2:1 für den VfB, der für die vierte „Runde“ das Duo Scholz und Lashlee an den Tisch brachte. Für die Cloppenburger schlugen Klaus und Schnieders auf und das im ersten Satz so gut, dass sie mit 11:9 in Führung gingen. Die VfBer zeigten aber gute Nerven, holten sich Satz zwei mit 11:7 und Satz drei mit 11:8. Vieles sah nach einer Vorentscheidung aus, doch die Gäste kamen zurück und das mit einem deutlichen 11:5. Das Spiel brauchte einen „Decider“ und jetzt sollten die beiden Raubfische kräftig zubeißen. Punkt um Punkt wanderte auf die blau-weiße Seite und am Ende hieß es 11:3 für den VfB, der jetzt nur noch ein Duell für sich entscheiden musste, um das Spiel zu gewinnen.
Andre Meyer unterlag gegen Andreas Hippler schnell mit 7:11, konnte dann aber mit 11:6 ausgleichen und schien gut im Spiel zu sein. Doch der Cloppenburger Routinier hatte die Stärken seines Kontrahenten gut gelesen und stellte sein Spiel um. Mit schnittlastigen Aufschlägen brachte er sich immer wieder in eine gute Position. Meyer mühte sich, doch Hippler setzte sein Spiel durch, gewann Satz drei und vier mit 11:8 und verkürzte im Resultat damit auf 2:3 aus Sicht der Cloppenburger.
Spannend ging es auch zwischen Michael Scholz und Eric Klaus zu. Der Cloppenburger hatte das Schupf-Drama gegen Arne Lashlee verdaut und fand gegen „Scholzinger“ früh zu seinem Spiel. Zwar hatte der VfBer den ersten Satz mit 11:9 gewonnen, doch anschließend drehte sein Gegner auf, 11:6, 11:8 und auch im vierten Satz reichte es für den Raubfisch nicht ganz, 11:9 für Klaus, der damit zum 3:3 ausgeglichen hatte.
Die Entscheidung musste im letzten Einzel zwischen Arne Lashlee und Carsten Schnieders fallen. Die Fans beider Mannschaften kamen dabei nochmal voll auf ihre Kosten. Der Cloppenburger hatte seinen Gegner gut analysiert, setzte gegen den Lashlee-Schupf immer wieder gefühlvolle Vorhand-Topspins ein und holte sich Satz eins mit 11:7. Sollten die Gäste das Spiel nach einem 1:3-Rückstand wirklich noch drehen können?
Nicht, wenn der Gegner Arne Lashlee heißt. Der ehemalige Zehnkämpfer zeigte Nehmerqualitäten, ließ sich auch von einem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und zudem gelang es ihm immer besser, die Angriffsbälle von Schnieders zu blocken, 12:10 für den VfB. Der Spannungsbogen zeigte auch in den nächsten Sätzen nicht im Ansatz eine Delle. Lashlee holte sich den dritten Satz mit 11:9, Schnieders konterte im vierten Satz mit dem gleichen Ergebnis.
Der fünfte Satz musste also die Entscheidung bringen und hier war Lashlee im Vorteil. Der Modellathlet war noch immer fit, Schnieders dagegen hatte im Verlauf des Nachmittags zu viele Körner gelassen und musste seinem bewegungsintensiven Spiel jetzt Tribut zollen. Früh konnte der Piranha sich auf 4:1 und 6:2 absetzen. Schnieders gelang es zwar nochmal auf 4:6 zu verkürzen, doch dann war erneut Lashlee dran, der jetzt auch etwas Glück mit zwei Netzbällen hatte und keinen weiteren Punkt abgab. Am Ende hieß es 11:6 und damit 4:3 für den VfB Oldenburg, der mit diesem Erfolg die Pokalendrunde erreicht hat.
Zum Abschluss eines spannenden und fairen Pokalspiels gönnten sich die Protagonisten im Anschluss noch das eine oder andere Getränk und stärkten sich den vielen Leckereien des Büffets.
