Regionalliga-Reform wird konkreter

DFB-Arbeitsgruppe diskutiert Modell mit vier Staffeln

Artikel vom 17. Februar 2026

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    Oldenburg/fs. Die Reform der Regionalligen nimmt immer konkretere Formen an. Die im Herbst 2025 eingesetzte Arbeitsgruppe der Initiative, zu der auch der VfB Oldenburg zählt, hat sich in den letzten Sitzungen intensiv mit der bestehenden Struktur der Regionalligen beschäftigt. Dabei ist jetzt ein Modell in den Fokus der konkreten Diskussionen gerückt, dass vier Regionalliga-Staffeln vorsieht.

    Was auf den ersten Blick wie eine drastische Reduzierung vom jetzigen Modell mit fünf Ligen auf dann nur vier aussieht, ist bei genauerer Betrachtung ein überaus pragmatischer Ansatz. Im Mittelpunkt aller Überlegungen ist es, am Ende eine einheitlichere, besser nachvollziehbare Regionalliga-Pyramide zu schaffen, in der sportliche Leistung wieder konsequent belohnt wird und der Aufstieg in die 3. Liga klar geregelt ist.

    Im Modell mit dann vier Staffeln sehen viele Mitglieder der Arbeitsgruppe die Leistungsgleichheit zwischen den Regionen verbessert. Zudem werden die Aufstiegswege vereinheitlich. Die aktuell zwischen den Meistern der Regionalligen Nord, Nord-Ost und Bayern rotierend durchgeführte Rotation entfällt, Meister steigen direkt in die 3. Liga auf.

    Gleichzeitig wird geprüft, mit welchen Staffelgrößen und geografischen Einteilungen eine bestmögliche Wettbewerbsbalance erreicht werden kann. Angedacht ist eine Reduzierung von derzeit 90 auf 80 Regionalligisten, eine Übergangszeit mit 88 Regionalligisten ist aber ebenfalls denkbar. Dabei ist kein Eingriff in die derzeitige Oberliga-Struktur notwendig – im Gegenteil – auch hier kann mit zukünftig 16 möglichen Aufsteigern sogar eine Verbesserung erzielt werden, heißt es von Seiten der Arbeitsgruppe.

    Die Überlegungen sind aber nicht auf dieses Modell reduziert. Vielmehr ist auch vorgesehen, dass sich die AG mit der Einführung einer zweigeteilten 4.Liga unter professionellen Strukturen beschäftigt. Dies wird in einer der nächsten Sitzungen erfolgen. Bis Ende März soll klar sein, welcher Lösungsvorschlag am Ende dem DFB-Präsidium vorgeschlagen wird.

    Die Initiative wächst derweil weiter. Mit Eintracht Braunschweig und Rot Weiß Essen sind aktuell zwei Vereine beigetreten, die in der 2. und 3. Liga spielen.

    „Wir haben eine echte Chance, eine nachhaltige und faire Lösung für die Regionalligen zu erreichen. Dabei behalten wir die funktionierenden Strukturen der 1. und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga bei und richten in der Liga-Pyramide darunter die Strukturen so aus, dass sportliche Leistung gerecht bewertet wird und Integration, Planungssicherheit und Transparenz für Vereine gewährleistet sind. Dabei haben wir auch die Oberligen im Blick“, heißt es von Seiten der Arbeitsgruppe.