VfB überzeugt im ersten Test

Oldenburger spielen 3:3 gegen SV Rödinghausen

Artikel vom 31. Januar 2026

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    Wiedenbrück/fs. „Es ist wie Fahrradfahren, man verlernt es nicht“, sagt Dario Fossi schmunzelnd, angesprochen auf die Leistung seiner Mannschaft im ersten Testspiel. Seit dem Beginn der Wintervorbereitung hatten die Kicker des VfB Oldenburg eher selten fußballspezifisch trainieren können, dennoch überzeugte die Mannschaft im ersten Testspiel gegen den SV Rödinghausen. In der Tönnies-Arena in Wiedenbrück hieß es nach dreimal 30 Minuten 3:3.

    „Die Jungs haben viele Dinge wirklich gut gemacht, wir haben aber auch gesehen, woran wir arbeiten müssen“, so Fossi nach dem Spiel, das kurzfristig terminiert worden war. Weil die Witterungsbedingungen in Oldenburg aktuell keinen regulären Trainings- und Spielbetrieb zulassen, waren die Blauen nach Wiedenbrück ausgewichen. In der dortigen Tönnies-Arena steht ein beheizter Kunstrasen zur Verfügung. Entsprechend gut gebucht ist das schmucke Stadion, in dem sich die Mannschaften praktisch die Klinke in die Hand geben.

    Dario Fossi nutzten den Test gegen den West-Regionalligisten, um nahezu allen Spielern im Kader Einsatzminuten zu geben. Einzig Torhüter Steven Mensah durfte durchspielen, im Feld dagegen wurde kräftig rotiert. Dem Spielfluss der Oldenburger tat das allerdings keinen Abbruch. Von Beginn an entwickelte sich gegen den SVR, der eigentlich schon an diesem Wochenende in die zweite Saisonhälfte hätte starten sollen, ein Spiel auf Augenhöhe. Bereits nach 12 Minuten kam der VfB zu einer ersten Möglichkeit. Aurel Loubongo hatte den Ball ins Zentrum gepasst, der aufgerückte Willem Hoffrogge verfehlte das Tor aber knapp.

    Es sollte im ersten Drittel für längere Zeite die einzige gefährliche Offensivaktion gewesen sein, ehe erstmals Rödingshausen zum Abschluss kam, das aber mit Erfolg. Cottrell Ezekwem war nach einer Ecke aus kurzer Distanz erfolgreich (23. Spielminute) und nur zwei Minuten später lag der Ball erneut im Oldenburger Tor. Ein Ballverlust des VfB im Aufbauspiel hatte einen weiteren Eckball zur Folge und wieder war der über zwei Meter lange Mittelstürmer zur Stelle. Mit dem Kopf traf Ezekwem zum 2:0.

    Der VfB zeigte sich vom Rückstand allerdings wenig beeindruckt, übernahm mit Beginn des zweiten Spielabschnitts die Initiative und hatte schnell die Chance zum Anschlusstreffer. Nach einer schönen Kombination über Nick Otto und Vjekoslav Taritas war Aurel Loubongo von Viktor Miftaraj im Strafraum zu Fall gebracht worden. Schiedsrichter Henry Schröder entschied umgehend auf Strafstoß für den VfB. Moses Otuali schnappte sich den Ball, scheiterte jedoch an Torhüter Dennis Gorka (40.).

    Zwei Minuten später durften die Oldenburger dann doch jubeln. Nick Otto kam nach einer Ecke zum Abschluss und setzte den Ball technisch anspruchsvoll ins lange Eck. Und die Oldenburger blieben dran, machten weiter viel Druck. Mit Erfolg. Nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer lag der Ball erneut im Rödinghauser Tor. Die Schiedsrichter hatten beim Abschluss von Moses Outali allerdings eine Abseitsstellung erkannt.

    Auch im dritten Spielabschnitt blieben die Oldenburger optisch überlegen. Rödinghausen stand defensiv aber sicher, setzt jetzt auf Konter und diese Taktik schien auch aufzugehen. Eduard Probst nutzte einen Gegenstoß zum 1:3 (80.) und Rödinghausen sah wie der sichere Sieger aus. Doch der VfB zeigte Moral, wollte dieses Spiel nicht verlieren und blieb druckvoll. Das zahlte sich in den Schlussminuten aus. Vincent Hagen verkürzte nach Vorarbeit von Rafael Brand auf 2 3 (85.) und eine Minute vor Schluss traf Mats Facklam nach einer Ecke mit dem Kopf zum verdienten Ausgleich.