VfB IV gewinnt spannendes Derby

VfB I mit Kantersieg – VfB II verliert

Artikel vom 21. Januar 2026

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    Fortuna Oldenburg IV – VfB Oldenburg I, 1. Bezirksklasse – 0:10

    Die erste Mannschaft der Raubfische ist ihrer Favoritenrolle in diesem stadtinternen Derby vollauf gerecht geworden. Die Truppe um Top-Spieler Hans-Malte Hanne ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen, dass sie die Punkte mit in den heimischen Teich nehmen würde.

    Lediglich in drei Duellen durften die Gastgeber des im vergangenen Jahr neu auf der Tischtennis-Bildfläche erschienenen Vereins auf einen Sieg hoffen. Im Doppel zwischen Bastian Bley und Christopher Heyn gegen Oliver Voigt und Hans-Malte Hanne ging es in den fünften Satz, den die beiden VfBer mit 11:7 für sich entscheiden konnten.

    Die Erfahrung einer knappen Niederlage sollte Bastian Bley an diesem Abend noch zweimal machen. Alexander Stein konnte das Spiel gegen den Fortunen im fünften Satz mit 11:4 für sich entscheiden und Oliver Voigt siegte gegen Bley mit 3:1, gewann dabei seine drei Sätze jeweils denkbar nervenstark mit 12:10.

    Am Ende stand ein klarer Erfolg für Hans-Malte Hanne, Christian Reißel, Oliver Voigt und Alexander Steiner, die als Tabellendritter jetzt acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsrelegation haben.

    Tura 76 Oldenburg I – VfB Oldenburg II, Kreisliga – 9:1

    Das Ergebnis suggeriert schlechte Laune auf Seiten der Gäste. Tatsächlich kann die Zweite aus diesem Spiel viel Selbstvertrauen mitbringen. Was deutlich klingt, war am Ende eine „enge Nummer“, an der den Piranhas das Pech an den Flossen klebte.

    Gunnar Kieck, in der Hinrunde bereits eine Erfolgskonstante der zweiten Mannschaft, zeigte im Spiel gegen den favorisierten Diego Armando Rodriguez Mancipe nicht nur knallharte Schläge, sondern auch gute Nerven. Nachdem der VfBer sein Spiel im zweiten Satz umgestellt hatte, entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, dass Kieck im fünften Satz mit 11:9 für sich entscheiden konnte.

    Es sollte allerdings der einzige Sieg des VfB sein, der an diesem Abend ansonsten kein enges Spiel für sich entscheiden konnte. An der Seite von Andreas Lütjen unterlag Kieck im Doppel gegen Dirk-Tammo Viet und Mancipe in Satz fünf mit 7:11 und im Einzel gegen Oliver Hassel im fünften Satz mit 6:11.

    Viel Pech hatte Andreas Lütjen im Spiel gegen Oliver Hassel (8:11, 10:12, 10:12) und auch Fabian Speckmann haderte nicht zum ersten Mal in dieser Saison mit dem Entscheidungssatz. Hier gilt allerdings der Griff an die eigene Nase mehr als der Ärger über die Ignoranz von Fortuna, denn der Raubfisch hätte das Spiel gegen Martin Glup im vierten Satz für sich entscheiden müssen. Die Chance ließ er ungenutzt, Glup kämpfte sich zurück und gewann den Fünften mit 11:6.

    Gegen Dirk-Tammo Viet erkämpfte sich Speckmann den entscheidenden Satz, hatte hier allerdings viel Pech mit Netz- und Kantenbällen seines Kontrahenten, der am Ende ein 11:9 bejubeln durfte.

    Wichtige Erfahrung konnte Andre Meyer sammeln, der die Zweite in der Rückrunde verstärken wird.

    VfB Oldenburg IV – VfB Oldenburg V, 3. Kreisklasse - 6:4 (Foto)

    Da brodelte der Teich und das wenig überraschend. Während die Vierte als Tabellendritter in der 3. Kreisklasse um die Aufstiegsrelegation kämpft, geht es für die Fünfte um den Klassenerhalt. Dass vereinsinterne Duelle aus der Norm fallen, wurde bereits im Hinspiel deutlich, das keinen Sieger hatte. Mindestens einen Punkt wollte die fünfte Mannschaft auch im Rückspiel mitnehmen und lange hatte es den Anschein, als könnte das auch gelingen.

    Bereits in den Doppeln zeichnete sich ab, dass der Favorit an diesem Abend keine Vergnügungssteuer würde zahlen müssen. Während sich Gerriet Hollje-Luerssen und Ralf Selmer gegen Frank Diesner und Florian Wachowski in fünf Sätze behaupten konnten, sahen David Scherer und Ralph Stuber gegen die Altmeister Günter Kalka und Jens Christians ganz alt aus, denn die spielstarken „Senioren“ gewannen mit 3:1.

    Hollje-Luerssen sorgte anschließend mit 3:1 Sätzen gegen den kampfstarken Christians zwar für die Führung des Favoriten, anschließend ging bei der Vierten aber kaum noch etwas zusammen. David Scherer unterlag im Duell der „Tennisspieler“ Frank Diesner mit 1:3 und Ralph Stuber war gegen den trainingsfleißigen „Newcomer“ Florian Wachowski chancenlos – 1:3.

    Der Spannungshöhepunkt wurde aber im Spiel zwischen Ralf Selmer und Günter Kalka erreicht. Es war zugleich auch ein Duell der Spielstile. Hier Ralf Selmer, der das Blocken zu seiner Passion gemacht hat, dort Günter Kalka, der immer wieder zum Vorhand-Topspin ansetzte und sein Heil im Angriff suchte. Fast schon erwartet ging es in den fünften Satz und der brachte alles mit, was den Tischtennissport auszeichnet. Emotionen und Spannung in Reinkultur. Kalka sah dabei lange wie der sichere Sieger aus, machte Punkt um Punkt und führte bereits 8:0, ehe Selmer zur Aufholjagd ansetzte und letztlich sogar die „Verlängerung“ erzwingen konnte.

    Wieder ging es hin und her, Matchball Kalka, Ausgleich, Matchball Selmer, Ausgleich. Am Ende verdiente sich Günter Kalka das 4:2 für seine Mannschaft mit seinem mutigen Offensivspiel.

    Was jetzt noch niemand ahnte, es sollte der letzte Punkt für die Fünfte gewesen sein. Nervenstark sorgte Hollje-Luerssen in fünf Sätzen gegen Diesner für das 3:4, ehe Scherer sich gegen Christians durchsetzen konnte. Noch immer hätte es ein erneutes Unentschieden werden können, doch Stuber brillierte gegen Kalka mit wuchtigen Vorhandschlägen und im finalen Duell erkämpfte sich Selmer gegen Wachoski einen knappen (11:9, 11:9, 9:11, 11:4) Erfolg und machte damit den glücklichen Sieg in einem überaus fair geführten Derby für die Vierte perfekt.