Am Dienstag in Lübeck

Neuformierter VfB fordert die Blauen

Artikel vom 9. August 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Der Start in die neue Saison ist dem VfB Oldenburg gelungen. Nach zwei Siegen bei Werder Bremen II und gegen die SV Drochtersen/Assel wartet am Dienstagabend bereits die nächste schwere Aufgabe. Der personell neuformierte VfB Lübeck wartet auf die Blauen, die ihre Siegesserie natürlich ausbauen möchten.

    Rund um die traditionsreiche Lübecker Lohmühle ist viel passiert in den vergangenen Monaten. Nicht nur die Mannschaft hat ein neues Gesicht erhalten, auch im administrativen Bereich wurde vieles verändert. Die Vorstände Dieter Gudel und Sebastian Harms sind gegangen, Trainer Rino Capretti wechselte überraschend zum 1. FC Bocholt und insgesamt 14 neue Spieler wurden verpflichtet.

    Mit Hanno Behrens und Romain Brégerie haben zwei ehemalige Bundesligaprofis die sportliche Leitung übernommen. Innerhalb weniger Wochen mussten sie nicht nur die Mannschaft neu aufstellen, sondern auch einen neuen Trainer für den Neuaufbau gewinnen. Übertragen wurde diese Aufgabe Kevin Rodewald, der zuvor beim FC Eilenburg tätig war und sich zudem lange in der Nachwuchsarbeit von Hansa Rostock engagiert hat.

    Dem neuen VfB-Trainer steht ein Kader zur Verfügung, der viele junge Talente aufweist, die von erfahrenen Kickern geführt werden sollen. Marvin Thiel etwa, dem Kapitän, der seit vier Jahren auf der Lohmühle spielt, aber auch Mittelfeldspieler Fabian Istefo oder Rückkehrer Daouda Beleme, der für den VfB schon zu Drittligazeiten gespielt hat.

    Während die Marzipanstädter im Landespokal bereits erfolgreich sind und nach einem 3:0-Sieg beim Oberligisten Husumer SV das Halbfinale erreicht haben, gab es in der Regionalliga zum Auftakt ein 1:1 gegen den SC Weiche Flensburg 08 und eine 0:2-Niederlage beim SV Atlas Delmenhorst. Vor allem in Delmenhorst ließen die Lübecker Defizite im Abschluss erkennen und verpassten den Punktgewinn.

    Auf der heimischen Lohmühle gelang dagegen zum Auftakt gegen Flensburg eine gute Leistung, die trotz nummerischer Unterzahl am Ende zu einem Zähler reichte. Maximilian Schütt hatte früh Gelbrot gesehen. Er könnte am Dienstagabend in die Startelf zurückkehren und in der Viererkette neben Jonas Dittrich, Joel Amadi und Marvin Thiel agieren.

    Im Tor hat sich der junge Finn Böhmker als Nummer eins behauptet. Im Mittelfeld fehlte überraschend der erfahrene Fabian Istefo. Dafür spielten die Lübecker mit Dardan Karimani, Bjarne Pfundheller und Tom Kankowski. Offensiv waren Daouda Beleme, Selim Aikic und Felix Mandl am Start.

    Die Gäste werden sich auf ein junges, laufstarkes Team einstellen müssen, das versuchen wird, über den Kampf ins Spiel zu kommen. Ein Blick auf die jüngere Historie ist derweil wenig aussagekräftig, zu viel hat sich in Lübeck verändert.

    Die Mannschaft von Dario Fossi konnte dagegen durch den gelungenen Saisonstart viel Selbstvertrauen tanken. Vor allem der 3:1-Sieg gegen Angstgegner Drochtersen, es war nach acht Spielen ohne Sieg der erste Heimerfolg über die Kehdinger, hat gezeigt, wie gut der VfB zurzeit drauf ist. Offen bleibt, ob und wie umfangreich der Trainer Umstellungen vornehmen wird, immerhin geht es am nächsten Samstag schon weiter, wenn der FC Eintracht Norderstedt ins Marschwegstadion kommt. Nico Mai könnte nach seiner Bauchmuskelverletzung in den Kader zurückkehren. 

    Schiedsrichter der Begegnung auf der Lohmühle ist Gerhard Alexander Ludolph, dem Dominik Kopmann und Timo Rehder assistieren werden.

    Weil die Fans der Lübecker aktuell untereinander noch Probleme lösen müssen, ist der angestammte Platz, die Pappelkurve, nach wie vor gesperrt. Die verschiedenen Fan-Gruppen nehmen im Stadion unterschiedliche Plätze ein. Der Gästebereich ist davon nicht betroffen.

    Das Wetter passt zu einem schönen Fußballabend, erwartet werden bis zu 20 Grad, es soll trocken bleiben.

    Informationen für VfB-Fans gibt es hier: https://www.vfb-oldenburg.de/auswaertsinformationen