VfB nimmt nur einen Punkt mit

Schiedsrichter: Furkan Cevdet VardarLinienrichter: Marvin Repke, Sandro Birkenhof
Zuschauer: 3.240
Nico Mai verletzt – 1:1 in Delmenhorst
Spielbericht vom 31. Oktober 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Delmenhorst/fs. Die Gastgeber tanzen feiernd über den Rasen, die Gäste gehen sichtlich frustriert in die Kurve, um sich bei ihren Fans für den tollen Support zu bedanken. Die Szenen nach dem Abpfiff des Derbies zwischen dem SV Atlas Delmenhorst und dem VfB Oldenburg hätten unterschiedlicher kaum sein können, obwohl es beim 1:1 keinen Sieger gab.
Die Delmenhorster feierten den Punkt wie einen Sieg, weil sie über mehr als 80 Minuten in Unterzahl hatten spielen müssen, der VfB indes haderte mit sich, weil die Elf von Dario Fossi aus ihren guten Möglichkeiten eben nur einen Treffer gemacht hatte. Hinzu kam die Sorgen um Nico Mai. 3.240 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter gut 900 Fans des VfB, hatten für herausragende Stimmung gesorgt.
Die Oldenburger begannen selbstbewusst, hatten von Beginn an mehr vom Spiel und nach neun Minuten auch die erste Chance. Ibrahim Temin hatte einen Ball zu kurz abgewehrt und Nick Otto aus 19 Metern direkt abgezogen. Sein feiner Schuss traf allerdings nur den Pfosten.
Die nächste Szene sollte dann das Spiel nachhaltig beeinflussen. Atlas-Stürmer Steffen Rohwedder hatte den Oldenburger Verteidiger mit dem Stollenschuh im Gesicht getroffen. Während Schiedsrichter Furkan Cevdet Vardar sofort die rote Karte zückte und Rohwedder vom Feld schickte, wurde der stark blutende Mai minutenlang behandelt und anschließend zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.
Als Folge der nummerischen Unterzahl zogen sich die Gastgeber weit zurück, um aus der massierten Deckung heraus überallartig zu kontern. Beim VfB wiederum kam der offensive Leon Demaj für Nico Mai ins Spiel und fortan galt es, eine Lücke in der Deckung zu finden. Der VfB rannte an, schnürte die Gastgeber regelrecht ein, doch es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe die Oldenburger durch Mats Facklam (28. Spielminute) und Leon Demaj (30.) erste klare Chancen hatten. Beide verfehlten das Tor jedoch knapp. Kai Pröger bracht den Ball zwar über die Linie, doch die Schiedsrichter entschieden auf Abseits (35.).
Kurz darauf hatten die Oldenburger dann allerdings Glück in Person von Jhonny Peitzmeier. Der Torhüter entschärfte einen Schuss von Andre Ndiaye mit einem starken Reflex (37.) und wenige Minuten später kam Lamine Diop zum Abschluss, traf aber nur die Latte (42.).
Unmittelbar vor dem Pausenpfiff waren die Blauen nochmal dran. Doch sowohl der Schuss von Mats Facklam als auch der zweite Versuch von Glory Kiveta wurden von Atlas-Torhüter Damian Schobert gehalten.
Nach dem Wechsel das gleiche Spiel. Atlas stand weiter tief und nutzte jede Möglichkeit, um Zeit von der Uhr zu nehmen, blieb mit Kontern aber gleichzeitig gefährlich. Der VfB, nach einer guten Stunde mit Rafael Brand für Glory Kiveta, machte weiter Druck und durfte jetzt endlich jubeln. Nach einer Ecke schraubte sich Mats Facklam in die Höhe und ließ Schobert ins Leere fausten. Mit dem Kopf erzielte der Oldenburger Torjäger seinen 17. Saisontreffer.
Key Riebau reagierte mit einem Dreifachwechsel auf den Rückstand und hatte dabei den richtigen Joker gezogen. Nach einem Freistoß wehrten die Oldenburger den Ball ins Zentrum ab, Ibrahim Temin konnte abziehen und am Ende landete der Ball beim eingewechselten Marcel Rassmann, der aus kurzer Distanz ins lange Eck traf (70.).
Die Schlussphase gehörte erneut dem VfB, der wieder zu großen Möglichkeiten kam. Leon Demaj setzte einen Kopfball jedoch über das Tor (76.) und ein Schuss von Kai Pröger wurde an die Unterkante der Latte abgefälscht (81.).
































