Siegreicher VfB euphorisch gefeiert

Schiedsrichter: Daniel PiotrowskiLinienrichter: Bastian Grimmelmann, Sören Thalau
Zuschauer: 4.119
Oldenburger schlagen Drochtersen 3:1
Spielbericht vom 8. August 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Oldenburg/fs. Was für eine Premiere. Vor 4.119 Zuschauerinnen und Zuschauern feierte der VfB Oldenburg am Freitagabend einen verdienten 3:1-Sieg über die SV Drochtersen/Assel. Fast euphorisch wurden die Spieler nach dem Schlusspfiff von den Fans gefeiert und das aus gutem Grund. Keines der acht zuvor ausgetragenen Spiele im Marschwegstadion hatten die Blauen gewinnen können.
Während VfB-Trainer Dario Fossi jene Startelf nominierte, die in der Vorwoche mit 3:0 bei Werder Bremen II gewonnen hatte, änderte Gästetrainer Oliver Ioannou seine Anfangsformation auf zwei Positionen. Christopher Schepp, der beim 2:1 gegen Phönix Lübeck zweimal getroffen hatte, durfte ebenso beginnen, Ole Schulz. Dafür nahmen Dennis Rosin und Sean Busch zu Beginn auf der Bank Platz.
Die Oldenburger begannen druckvoll, ohne sich zwingende Chancen zu erspielen. Die Idee der Gäste war derweil früh zu erkennen. Drochtersen stand tief, wollte über Konter zum Abschluss kommen und das ging auf. Nach einem Ballgewinn auf der linken Seite brachte Allah Aid Hamid den Ball zu Tom Sonne und der ließ VfB-Torhüter Jhonny Peitzmeier keine Chance (15. Spielminute).
Die Oldenburger zeigten sich vom Rückstand anfangs wenig beeindruckt und hätten schon zwei Minuten später ausgleichen können. Nach einer Flanke von Nico Knystock kam Rafael Brand zum Abschluss, zielte aber vorbei (17.). Eine knappe Minute später schraubte sich Anouar Adam nach einer Ecke in die Höhe, doch sein Kopfball verfehlte das Tor ebenfalls knapp.
In der Folge verflachte die Begegnung ein wenig. Der VfB suchte Mittel und Wege, um die kompakte Deckung der Kehdinger zu knacken, kam aber kaum in gefährliche Abschlusssituationen. Nach einer guten halben Stunde hatte Drochtersen dann Pech. Abwehrchef Nico von der Reith verletzte sich und konnte nicht weiter mitspielen. Er wurde durch den offensiveren Jannes Wulff ersetzt.
Am Spielverlauf sollte sich bis zur Pause kaum etwas ändern. Der VfB blieb optisch überlegen, kam gegen die weiter tief verteidigenden Gäste aber nur noch zu einer Möglichkeit. Nach einem Freistoß von Leon Demaj war Mats Facklam mit dem Kopf zur Stelle, doch auch er zielte am Tor vorbei (41.).
Die zweite Halbzeit sollte ohne personellen Wechsel beginnen, allerdings nahm Dario Fossi nach wenigen Minuten eine Umstellung vor. Kai Pröger und Rafael Brand tauschten die Seiten und das sollte sich unmittelbar auszahlen. Erneut brachte Nico Knystock den Ball nach Innen, Dominik Kasper setzte Rafael Brand in Szene und der traf von der linken Seite zum 1:1 (58.).
Es war ein Treffer mit Signalwirkung. Die Fans wurden noch lauter, die Blauen noch mutiger und Oliver Ioannou reagierte mit zwei Wechseln. Sean Busch ersetzte Allah Aid Hamid (66.), wenig später kam Dennis Rosin für Tom Sanne ins Spiel (70.). Beim VfB sollte Vjekoslav Taritas den emsigen Leon Demaj ablösen (72.).
Zuvor allerdings kamen die Gäste zu einer Möglichkeit. Jorik Wulff kam aus gut 20 Metern zu einem Freistoß, der durch die Oldenburger Mauer knapp zur Ecke abgelenkt wurde (70.). Es sollte eine der wenigen offensiven Szenen des Vizemeisters der vergangenen Saison sein, was auch mit der aufmerksamen Abwehrarbeit der Oldenburger zu tun hatte.
Längst war klar, dass der VfB sich nicht mit einem Unentschieden würde bescheiden wollen. Leon Deichmann kam für Drilon Demaj ins Spiel, rückte in die Innenverteidigung. Nick Otto wechselte ins defensive Mittelfeld, Vjekoslav Taritas wiederum in eine offensivere Rolle.
Der Mut des VfB sollte sich kurz darauf auszahlen. Rafael Brand spielte einen traumhaften Pass aus der eigenen Hälfte in den Lauf von Kai Pröger, der mit Tempo Torhüter Jesper Wolf Heim umkurvte und zum 2:1 traf (83.).
Jetzt war es an den Gästen, mehr für die Offensive zu tun, wodurch sich für den VfB Räume ergaben. Bis in die Nachspielzeit verteidigen die Blauen ihre Führung und schlugen dann nochmal zu. Mats Facklam erzielte nach einem Doppelpass mit Vejkoslav Taritas unmittelbar vor dem Abpfiff das 3:1 und sorgte für die Entscheidung.
































































