VfB und Werder eröffnen die neue Saison

Zwei Spiele am Freitagabend

Artikel vom 29. Juli 2026

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    Oldenburg/fs. Es geht wieder los. Am kommenden Freitagabend, 31. Juli, beginnt mit dem Spiel zwischen dem SV Werder Bremen II und dem VfB Oldenburg die neue Saison in der Regionalliga-Nord. Der Verband hat das offizielle Eröffnungsspiel in die Hansestadt vergeben, weil hier zugleich auch die modernisierte Stadionanlage „Platz 11“ den passenden Rahmen bilden soll. Im Fokus steht am ersten Spieltag aber nicht nur das Nachbarschaftsduell.

    SV Werder Bremen II – VfB Oldenburg, Freitag, 19 Uhr: Wie immer stellt sich vor dem ersten Spiel die Frage „Wo stehen wir?“. Eine Antwort könnte das kleine Derby zwischen den Nachwuchsprofis und dem VfB bringen. Während die Gäste auf personelle Konstanz setzen und darauf bedacht waren, ihren Kader punktuell zu verstärken, gab es in Bremen einen größeren Umbruch. 14 Spieler haben den SV Werder verlassen, zwölf Neuzugänge wurden verpflichtet. Zudem kam mit Cédric Makiadi ein neuer Trainer. Für Stimmung auf den Rängen dürften die Gäste sorgen, die traditionell von vielen Fans begleitet werden.

    SV Drochtersen/Assel – 1. FC Phönix Lübeck, Freitag, 19:30 Uhr: Beide Mannschaften zählen seit einigen Jahren zu den Top-Adressen in der Regionalliga, man darf bei diesem Wettstreit also sicher von einem Spitzenspiel sprechen. Vor allem im Kehdinger Land ist man ambitioniert und macht kein Geheimnis daraus, dass es nach Platz zwei diesmal gerne die Meisterschaft sein darf. Allerdings gab es in der Vorbereitung Rückschläge, denn mit Tjorve Mohr und Liam Giwah haben sich in der Vorbereitung zwei Leistungsträger schwer verletzt und fallen lange aus. Die Gäste ihrerseits hatten ein anderes Thema, denn ihr „Stadion am Flugplatz“ ist noch nicht komplett modernisiert. Jetzt steht fest, dass die „Adler“ ihre ersten Heimspiele auf der Lohmühle, im Stadion des VfB Lübeck austragen werden.

    HSC Hannover – BSV Kickers Emden, Samstag, 14 Uhr: Beide Mannschaften starten mit einem neuen Trainer in die Saison. Timo Struckmeier hat beim HSC die Nachfolge von Vural Tasdelen angetreten, bei den Kickers folgte Björn Lindemann auf Stefan Emmerling. Zudem haben die Emder erneut einen personellen Umbruch vollzogen und 14 Neuzugänge verpflichtet. Es werde dauern, bis die Mannschaften den Spielstil verinnerlicht habe, sagt Lindemann. Auch die Gastgeber haben zehn neue Spieler verpflichtet, aber unter anderem Torjäger Finn Kiszka abgegeben.

    VfB Lübeck – SC Weiche Flensburg, Samstag, 14 Uhr: Hinter dem VfB Lübeck liegen schwierige Wochen. Nicht nur auf sportliche Ebene gab es Veränderungen, auch im administrativen Bereich sucht der Traditionsverein einen neuen Weg. Trotz einer angespannten finanziellen Situation konnte die neue sportliche Führung 14 Neuzugänge verpflichten. Elf Spieler haben den VfB verlassen. Zudem folgte Kevin Rodewald als Trainer auf Guerino Capretti. Auch die Gäste haben einen Umbruch vollzogen, zwölf Neuzugänge geholt, unter anderem Erolind Krasniqi, der in der vergangenen Saison mit 48 Toren und 20 Vorlagen für den ETSV Hamburg in der Oberliga Hamburg für Furore gesorgt hat.

    SSV Jeddeloh II – FSV Schöningen, Samstag, 15 Uhr: Im Ammerland blickt man mit Platz vier und dem Pokalsieg auf die beste Saison der Vereinsgeschichte zurück. Allerdings haben Trainer Björn Lindemann und Top-Torjäger Kasra Ghawilu den Verein verlassen. Kristian Arambasic hat übernommen und sechs Neuzugänge geholt, unter anderem die erfahrenen Kamer Krasniqi und Imail M’Maidat. Vorjahres-Aufsteiger FSV Schöningen geht zwar ohne Torjäger Philipp Harant in die Saison, hat aber mit Moussa Doumbouya, Lucan Horn oder Robin Kölle erfahrene Spieler verpflichtet.

    Bremer SV – Hannover 96 II, Samstag, 15:30 Uhr: Es ist der größte personelle Umbruch in der Liga. Nur sechs Spieler aus der vergangenen Saison stehen noch im Kader des Bremer SV. Trainer Ralf Voigt hat 18 Neuzugänge geholt und will jetzt schnell eine Einheit formen. Die Gäste bauen einmal mehr auf viele junge Talente, die von den erfahrenen Niko Gießelmann (34 Jahre) und Levent Aycicek (32) geführt werden. Trainer Daniel Stendel hat die Jungprofis verlassen, seine Nachfolge hat Lars Barlemann angetreten, der seit über zehn Jahren in verschiedenen Funktionen für die Hannoveraner tätig ist.

    FC Eintracht Norderstedt – SV Atlas Delmenhorst, Sonntag, 14 Uhr: Die Eintracht hat das Gros der Mannschaft aus der vergangenen Saison halten können. Sieben Neuzugänge sollen den Kader verstärken, darunter mit Milad Nejad ein junger Spielmacher, der zuletzt beim SV Wehen Wiesbaden Drittliga-Erfahrung sammeln durfte. Die Gäste haben nach dem Aufstieg auf einen Umbruch verzichtet und fast ausnahmslos Spieler verpflichtet, die zuvor unterklassig am Ball waren. Trainer Key Riebau baut auf eine kompakte Einheit um den erfahrenen Taktgeber Chris David. Dass Atlas überraschen kann, wurde im Pokal bereits deutlich. In Drochtersen verpasste der Aufsteiger beim 1:2 nach Verlängerung eine Überraschung nur knapp.

    SV Todesfelde – FC St. Pauli II, Sonntag, 14 Uhr: Sportlich hat der SV Todesfelde die Rückkehr souverän gemeistert. Die Verantwortlichen haben aber lange überlegt, ob sie die Regionalliga finanziell stemmen können. Medienberichten zufolge steht auch deshalb infrage, ob der SVT auf die erfahrenen Mirko Boland, Jan-Marc Schneider und Jannik Sternberg zurückgreifen kann. Die Jung-Profis hingegen haben ihren Kader umgekrempelt und nach einer sportlich enttäuschenden Saison 15 neue Spieler verpflichtet. Neuer Trainer ist Alexander Hahn, der zuvor Co-Trainer von Holstein Kiel gewesen ist.