Historie
Gründungsdokument 'FC Oldenburg' |
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Der VfB ist seit jeher ein Verein, der in vielen verschiedenen Sportarten die Talente förderte und auch heute noch fördert. Aber insbesondere die Fußballabteilung machte den VfB über die Grenzen der Weser-Ems-Region bekannt.
Die Geschichte des VfB beginnt im Jahr 1897, als einige Oberrealschüler des heutigen Herbartgymnasiums auf dem Exerzierplatz der Infantriekaserne an der Kranbergstraße dem neuen Spiel aus England nachgingen.
Am 29.04.1903 kam es zu einer weiteren Vereinsgründung, dem 'Fußball Verein Germania von 1903'. Auch der FV Germania spielte die ersten 5 Jahre auf dem Exerzierplatz, bevor man von der Klosterbrauerei die ehemalige Radrennbahn des Radsportvereins von 1884 an der Kreuzung Wehdestraße/Donnerschweer Straße mietete und zum Fußballplatz umbaute.
Durch Sammlungen, Spenden von privaten Geldgebern und Ausgabe von Schuldscheinen konnten nur ein Jahr später die Mittel aufgebracht werden, um die "Radrennbahn" zu kaufen. Unter hohem persönlichen Einsatz der Mitglieder wurde der Platz zu einem Stadion ausgebaut. 1922 spielte der VfB dann erstmals in den Farben blau und weiss.
In den Folgejahren ging es mit dem Verein weiter aufwärts. In den Jahren 1923-37 pachtet und kauft der VfB weitere, an das Stadion angrenzende, Grundstücksflächen und errichtet zwei weitere Sportplätze, die während des 2. Weltkrieges unter Androhung von Zwangsenteignung an die "Deutsche Arbeitsfront" verpachtet wurden. 1942 entstanden dort Lager für ausländische Zwangsarbeiter. 1945 wurde das Lager von den Briten beschlagnahmt und weiter genutzt. Das Stadion selbst diente während dieser Zeit als Quelle für Feuerholz und musste nach der Freigabe durch die Briten in den Jahren 1947-49 restauriert werden.
Nach der endgültigen Rückgabe des Stadions durch die Briten wurde das Vereinsgelände rund um das Stadion weiter ausgebaut. Den Besucherrekord erlebte das als "Hölle des Nordens" über die Grenzen Oldenburgs bekannt gewordene Stadion mit 22.000 Zuschauern im Jahre 1955 im Spiel gegen den HSV. 1958 erhielt das Stadion eine Sitzplatztribüne, 1961 wurden weitere 3 Plätze eingeweiht sowie 1966 eine Flutlichtanlage.
Mit Einführung der Bundesliga im Jahre 1963 spielte der VfB nicht mehr in der höchsten Spielklasse und somit fehlten wichtige Einnahmequellen. Der Verein begann sich zu verschulden. Nur vereinzelt fanden namenhafte Mannschaften den Weg zum VfB. 1968 gab es
In der Saison 1975/76 wurde der VfB Meister in der 3. Liga (Amateuroberliga Nord), aber erst nach der zweiten Meisterschaft in der Saison 1979/80 gelang dem VfB der Aufstieg in die zweite Liga. Nach nur einem Jahr mussten die Blau-Weissen jedoch bei der Zusammenlegung der 2. Ligen Nord und Süd als 14. den Zwangsabstieg hinnehmen.
1985/86 scheiterte der VfB als Vizemeister der 3. Liga in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga. Im Jahr 1988 wurde der VfB Deutscher Amateur-Vizemeister. 1989/90 errang der VfB erneut die Meisterschaft in der 3. Liga und kehrte wieder in die zweite Liga zurück.
Die mit dem sportlichen Erfolgsstreben seit 1990 steigenden Ansprüche führten zu hohen finanziellen Aufwendungen und hatten den Verein in eine finanziell schwierige Lage gebracht. Das neue Präsidium um VfB-Präsident Klaus Berster stand 1999 vor einem Scherbenhaufen. Täglich flatterten neue Forderungen auf den Tisch. Bei der Neueinteilung der Spielklassen in der Saison 99/00 kämpfte der Verein nicht mehr um die sportliche Qualifikation, sondern nur noch um das nackte Überleben vor dem Insolvenzgericht. Da kaum Aussicht auf Erfolg bestand, wurde kurzfristig der "FC Germania Oldenburg" ins Leben gerufen, um zumindest die Lizenz für höherklassigen Fußball in Oldenburg zu sichern. Der FC Germania wurde aber weder vom NFV, den Sponsoren oder den Fans akzeptiert.
Dank glücklicher Umstände kam ein Kontakt zum Wilhelmshavener Anwalt Naraschewski zustande, der an einen erfolgreichen Abschluß des Insolvenzverfahrens glaubte und in allerletzter Sekunde wurde tatsächlich das benötigte Geld von einer Vechteraner Vermarktungsfirma als Gegenleistung für drei Freundschaftsspiele gegen die Bundesligisten HSV, Werder Bremen und Schalke 04 aufgebracht.
Der Verein um Präsident Berster nutzte jedoch die Zeit zur Konsolidierung des Vereins und zum sportlichen Neuaufbau. Für die Saison 2001/02 stellte der VfB eine schlagkräftige Mannschaft auf, die an erfolgreiche Zeiten anknüpfte und die Meisterschaft der Oberliga errang. In den Aufstiegsspielen gegen die Amateure des HSV unterlag der VfB jedoch und verpasste somit den Aufstieg in die 3. Liga.
Im Frühjahr 2005 endete dann eine weitere Ära. Auf persönlichen Wunsch des bis dato langjährigen und vedienten 1.Vorsitzenden Berster machte er in dem Amt Platz für einen neuen Vereinsobersten: Frank Lachmann. Klaus Berster begleitet nunmehr als Ehrenpräsident die Geschicke des VfB aus der "zweiten Reihe".
Mit Trainer Joe Zinnbauer begann der VfB Oldenburg die "Mission Aufstieg". Nach drei Jahren in der Niedersachsenliga West schaffte der Verein in der Saison 2006/2007 den Sprung in die Oberliga Nord. Durch eine erneute Ligareform löste sich die Oberliga Nord zum Ende der Saison 2007/2008 auf. Der VfB Oldenburg scheiterte in einer Relegationsrunde und musste erneut in die fünte Liga absteigen.
In der Saison 2009/2010 wurde man nach einer erneut starken Saison zweiter und verpasst erneut den Aufstieg in die Regionalliga. Diese Saison war auch die letzte von Trainer Josef Zinnbauer. Nach fünf Jahren wurde er durch Torsten Fröhling ersetzt.
Fröhling startete gut in die Saison, bis sein Team von einigen schweren Verletzungen zurückgeworfen wurde. Die Ergebnisse wurde immer schlechter und der VfB drohte den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Mitte der Rückrunde wurde Fröhling dann von Timo Ehle abgelöst, der mit dem VfB Platz 6 erreichte und in den DFB-Pokal einzog.
Für den VfB Oldenburg war es also mal wieder ein schwieriges Jahr, denn die Vergangenheit hatte gezeigt, dass der VfB Oldenburg bei Ligareformen bisher nicht gut abgeschnitten hatte. Zudem kam die Sanierung der Laufbahn im Marschwegstadion.
Die Ausstragung des DFB-Pokal Spiels im Marschwegstadiongegen den Hamburger SV war stark gefährdet. Im letzten Moment konnten die Bauarbeiten unterbrochen und das Stadion hergerichetet werden. Am 30.07.2011 lieferte der VfB Oldenburg dem Hamburger SV einen packenden DFB-Pokalfight, verlor aber knapp mit 1:2. Nachdem der VfB Oldenburg im NFV-Pokal den klasshöheren SV Meppen besiegt hatte, verlor die Mannschaft in der Liga Woche für Woche an Boden. Der VfB Oldenburg drohte das Saisonziel (Aufstieg in die Regionalliga) bereits in der Vorrunde aus den Augen zu verlieren.
Die Laufbahnsanierung verzögerte sich so stark, dass der VfB Oldenburg sein erstes Heimspiel erst Ende Oktober austragen konnte. Nach einem 1:1 gegen den TSV Ottersberg und nur Platz neun in der Liga stellte Timo Ehle das Traineramt zur Verfügung.
Mit einem 3:0 Auswärtssieg in Bückeburg holte der VfB Oldenburg am 13.05.2012 die letzten noch fehlenden Punkte und stieg damit in die neue Regionalliga Nord auf.
Fortsetzung folgt...
Weitere Literatur zum VfB (Auswahl): Arndt, Heinz [Red.] ; Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
VfB Oldenburg / [Red.: Heinz Arndt]. - Oldenburg : Lamberti-Verl., 1989. - 50 S. : Ill.
LandesBibliothek.: 97-0146,4
Schachtschneider, Matthias; Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
100 Jahre VfB, 1897 : eine Chronik / Matthias Schachtschneider. Hrsg. vom VfB Oldenburg. - Oldenburg, [1997]. - 327 S. : Ill., Kt.
LandesB.: 4-97-1214 und Standort Staatsarchiv: O 1/14 : 32 nicht ausleihbar
Hülsmann, R. [Red.] ; Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
VfB, 1897 / [Red. Teil: R. Hülsmann]. - Oldenburg, 1983. - 52 S. : Ill.
LandesB.: 97-0146,3 [bestellen]
Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
Festschrift zum 60jährigen Bestehen : 1897 - 1957 / Verein für Bewegungsspiele von 1897. - Oldenburg, 1957. - [38] S. : Ill.
LandesB.: 57-0388,10 und LandesB.: 97-6241













