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Tabelle Nds. Oberliga 2010/11

 : Verein S P
1 BSV Schwarz-Weiß Rehden 4 10
2 VfBOldenburg 5 10
3 BSV Kickers Emden 4 10
4 SC Langenhagen 5 10
5 SV Eintracht Nordhorn 5 10
6 BV Cloppenburg 4 9
7 VfL Osnabrück II 4 7
8 Goslarer SC 5 7
9 SV Meppen 4 7
10 VfV Borussia 06 Hildesheim 3 6
11 VSK O'holz-Scharmbeck 5 6
12 FC Hansa Lüneburg 5 4
13 SV Ramlingen/Ehlershausen 5 4
14 SV Drochtersen/Assel 5 4
15 FC Eintracht Northeim 5 4
16 SV Teutonia Uelzen 5 4
17 Arminia Hannover 4 4
18 TSV Ottersberg 5 3
19 TuS Heeslingen 5 3
20 TuS Güldenstern Stade 5 2
Detaillierte Tabelle

Termine VfB U23

05.09.2010 - 15:00h
VfL Oythe - VfB U23

18.09.2010 - 16:00h
VfB U23 - BW Hollage











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Geschichte

 

Gründungsdokument 'FC Oldenburg'
   

Der VfB ist seit jeher ein Verein, der in vielen verschiedenen Sportarten die Talente förderte und auch heute noch fördert. Aber insbesondere die Fußballabteilung machte den VfB über die Grenzen der Weser-Ems-Region bekannt.



Die Geschichte des VfB beginnt im Jahr 1897, als einige Oberrealschüler des heutigen Herbart Gymnasiums auf dem Exzerzierplatz der Infantriekaserne an der Kranbergstraße dem neuen Spiel aus England nachgingen.

Am 17.Oktober 1897 wurde der 'F.C. Oldenburg' gegründet und es kam zur ersten Organisation des Fußballs in Oldenburg. Spielort des FC war zunächst der Exzerzierplatz, der kurioserweise in der damals noch eigenständigen Gemeinde Ohmstede lag. Auf dem Platz wurde neben der militärischen Ausbildung und dem Fußball auch Jahrmärkte, Ausstellungen und sogar Pferderennen abgehalten. Das danach noch vorhandene Gras wurde von weidenden Schafen beseitigt.

Am 29.04.1903 kam es zu einer weiteren Vereinsgründung, dem 'Fußball Verein Germania von 1903'. Auch der FV Germania spielte die ersten 5 Jahre auf dem Exerzierplatz, bevor man von der Klosterbrauerei die ehemalige Radrennbahn des Radsportvereins von 1884 an der Kreuzung Wehdestraße/Donnerschweer Straße mietete und zum Fußballplatz umbaute.

Am 18.02.1919 beschlossen beide Vereine FC Oldenburg und FV Germania Oldenburg den Zusammenschluß, zur "Hebung der Geselligkeit und der Förderung des Fußball-, Cricket- und Laufsports". Aufgrund der besseren finanziellen Lage Germanias wurde zunächst der Name F.V. Germania in Betracht gezogen. Aus Reihen der Mitglieder wurde der Vorschlag gemacht, einen neuen Namen unter Einbeziehung des Gründungsjahres des F.C. Oldenburg zu wählen. Am Ende wurde auf Vorschlag von Dr. Hadeler (später Vorsitzender des VfB) der Name 'Verein für Bewegungsspiele von 1897 e.V. Oldenburg' gewählt.

Durch Sammlungen, Spenden von privaten Geldgebern und Ausgabe von Schuldscheinen konnten nur ein Jahr später die Mittel aufgebracht werden, um die "Radrennbahn" zu kaufen. Unter hohem persönlichen Einsatz der Mitglieder, wurde der Platz zu einem Stadion ausgebaut. 1922 spielte der VfB dann erstmals in den Farben blau und weiss.

In den Folgejahren ging es mit dem Verein weiter aufwärts. In den Jahren 1923-37 pachtet und kauft der VfB weitere, an das Stadion angrenzende, Grundstücksflächen und errichtet zwei weitere Sportplätze, die während des 2. Weltkrieges unter Androhung von Zwangsenteignung an die "Deutsche Arbeitsfront" verpachtet wurden. 1942 entstanden dort Lager für ausländische Zwangsarbeiter. 1945 wurde das Lager von den Briten beschlagnahmt und weiter genutzt. Das Stadion selbst diente während dieser Zeit als Quelle für Feuerholz und musste nach der Freigabe durch die Briten in den Jahren 1947-49 restauriert werden.

Am 7.8.1949 wurde das Stadion vor 10.000 Besuchern als reines Fußballstadion feierlich eröffnet. Ebenfalls 1949 wurden die Farben blau und weiss als Vereinsfarben in die Satzung des VfB aufgenommen. Der VfB spielt in der höchsten deutschen Liga, gewinnt unter anderem 1:0 gegen den Hamburger SV vor 20.000 Zuschauern.

Nach der endgültigen Rückgabe des Stadions durch die Briten wurde das Vereinsgelände rund um das Stadion weiter ausgebaut. Den Besucherrekord erlebte das als "Hölle des Nordens" über die Grenzen Oldenburgs bekannt gewordene Stadion mit 22.000 Zuschauern im Jahre 1955 im Spiel gegen den HSV. 1958 erhielt das Stadion eine Sitzplatztribüne, 1961 wurden weitere 3 Plätze eingeweiht und 1966 erhielt das Station eine Flutlichtanlage.

Mit Einführung der Bundesliga im Jahre 1963 spielte der VfB nicht mehr in der höchsten Spielklasse und somit fehlten wichtige Einnahmequellen. Der Verein begann, sich zu verschulden. Nur vereinzelt fanden namenhafte Mannschaften den Weg zum VfB. 1968 gab es
nach einer 2:0 Halbzeitführung vor 18.000 Zuschauern eine 2:3 Niederlage im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund. 1973 sahen sogar 32.000 Zuschauer im Marschwegstadion die 0:6 Niederlage im DFB Pokal gegen Borussia Mönchengladbach.

In der Saison 1975/76 wurde der VfB Meister in der 3. Liga (Amateuroberliga Nord), aber erst nach der zweiten Meisterschaft in der Saison 1979/80 gelang dem VfB der Aufstieg in die zweite Liga. Nach nur einem Jahr mussten die Blau-Weissen jedoch bei der Zusammenlegung der 2. Ligen Nord und Süd als 14. den Zwangsabstieg hinnehmen.

1985/86 scheiterte der VfB als Vizemeister der 3. Liga in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga. Im Jahr 1988 wurde der VfB Deutscher Amateur-Vizemeister. 1989/90 errang der VfB erneut die Meisterschaft in der 3. Liga und kehrte wieder in die zweite Liga zurück.

Der Schuldenberg war trotz des sportlichen Erfolges von 200.000 DM im Jahr 1966 auf über 1,3 Millionen DM im Jahr 1990 angewachsen. Mehrere Versuche, das Stadion zu veräußern scheiterten zunächst, bis im Februar 1990 der Verkauf des Stadions Donnerschwee beschlossen wurde, um die Zahlungsfähigkeit zu erhalten. Als am 16.07.1991 dann der letzte Schlußpfiff gegen den SC Freiburg (2:2) durch die Gassen von Donnerschwee ertönte, war es aus Sicht der Fans schon damals klar, dass damit nicht nur eine große Ära, sondern auch ein Stück des Geistes vom VfB Oldenburg verloren ging.

Der VfB zog in das städtische Stadion am Marschweg um. Dort verpasste der VfB 1992 als Vizemeister den Aufstieg in die höchste deutsche Fußballliga nur denkbar knapp. Im Folgejahr konnte der VfB auch die zweite Bundesliga nicht halten und es ging wieder zurück in die 3. Liga (Regionalliga Nord). Dort kam der VfB 1996 erneut zu Meisterschaftsehren. Das Marschwegstadion erhielt eine neue Haupttribüne und war Austragungsort des Aufstiegsspiels gegen TeBe Berlin, welches den VfB wieder zurück in die zweite Liga brachte. Dem Aufstieg folgte der sofortige Wiederabstieg zurück in die 3. Liga in der Saison 1996/97.

Die mit dem sportlichen Erfolgsstreben seit 1990 steigenden Ansprüche führten zu hohen finanziellen Aufwendungen und hatten den Verein in eine finanziell schwierige Lage gebracht. Das neue Präsidium um VfB-Präsident Klaus Berster stand 1999 vor einem Scherbenhaufen. Täglich flatterten neue Forderungen auf den Tisch. Bei der Neueinteilung der Spielklassen in der Saison 99/00 kämpfte der Verein nicht mehr um die sportliche Qualifikation, sondern nur noch um das nackte Überleben vor dem Insolvenzgericht. Da kaum Aussicht auf Erfolg bestand, wurde kurzfristig der "FC Germania Oldenburg" ins Leben gerufen, um zumindest die Lizenz für höherklassigen Fußball in Oldenburg zu sichern. Der FC Germania wurde aber weder vom NFV, den Sponsoren oder den Fans akzeptiert.

Dank glücklicher Umstände kam ein Kontakt zum Wilhelmshavener Anwalt Naraschewski zustande, der an einen erfolgreichen Abschluß des Insolvenzverfahrens glaubte und in aller letzter Sekunde wurde tatsächlich das benötigte Geld von einer Vechteraner Vermarktungsfirma als Gegenleistung für drei Freundschaftsspiele gegen die Bundesligisten HSV, Werder Bremen und Schalke 04 aufgebracht.
Im August 2000 wurde mit der Zustimmung der Gläubiger das Insolvenzverfahren erfolgreich beendet. Letztendlich standen auf der einen Seite die finanzielle Gesundung des Vereins und auf der anderen Seite der sportliche Abstieg in die 4. Liga.

Der Verein um Präsident Berster nutzte jedoch die Zeit zur Konsolidierung des Vereins und zum sportlichen Neuaufbau. Für die Saison 2001/02 stellte der VfB eine schlagkräftige Mannschaft auf, die an erfolgreiche Zeiten anknüpfte und die Meisterschaft der Oberliga errang. In den Aufstiegsspielen gegen die Amateure des HSV unterlag der VfB jedoch und verpasste somit den Aufstieg in die 3. Liga.

Im Frühjahr 2005 endete dann eine weitere Ära. Auf persönlichen Wunsch des bis dato langjährigen und vedienten 1.Vorsitzenden Berster machte er in dem Amt Platz für einen neuen Vereinsobersten: Frank Lachmann. Klaus Berster begleitet nunmehr als Ehrenpräsident die Geschicke des VfB aus der "zweiten Reihe".




Wir möchten uns für die Informationen und Bildern besonders bedanken bei: Marc Nienaber, Werner Holz und Jost Glaeseker. Wer zu Teilen der Geschichte genaueren Informationen sucht, sollte auf jeden Fall mal bei den Homepages der Vorgenannten vorbeischauen.



Weitere Literatur zum VfB (Auswahl): Arndt, Heinz [Red.] ; Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
VfB Oldenburg / [Red.: Heinz Arndt]. - Oldenburg : Lamberti-Verl., 1989. - 50 S. : Ill.
LandesBibliothek.: 97-0146,4

Schachtschneider, Matthias; Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
100 Jahre VfB, 1897 : eine Chronik / Matthias Schachtschneider. Hrsg. vom VfB Oldenburg. - Oldenburg, [1997]. - 327 S. : Ill., Kt.
LandesB.: 4-97-1214 und Standort Staatsarchiv: O 1/14 : 32 nicht ausleihbar

Hülsmann, R. [Red.] ; Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
VfB, 1897 / [Red. Teil: R. Hülsmann]. - Oldenburg, 1983. - 52 S. : Ill.
LandesB.: 97-0146,3 [bestellen]

Verein für Bewegungsspiele von 1897 (Oldenburg)
Festschrift zum 60jährigen Bestehen : 1897 - 1957 / Verein für Bewegungsspiele von 1897. - Oldenburg, 1957. - [38] S. : Ill.
LandesB.: 57-0388,10 und LandesB.: 97-6241

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